Krötenzaun

Seit Frühjahr 2015 stellt die Ortsgruppe Petershausen während der Kröten-Wandersaison einen Amphibienzaun an der Staatsstraße zwischen Petershausen und Kollbach (Höhe Fischweiher/Höckhof) auf. Erfahrungsgemäß beginnen die Tiere je nach Witterung Ende Februar/Anfang März mit ihrer Wanderung. Damit die Kröten nicht vom Straßenverkehr überrollt werden, soll der Zaun die Tiere zum Kollbachdurchlass unter der Strasse führen. Wer von den Tieren die andere Richtung wählt und am Ende des Zaunes kurz vor dem Höckhof landet, fällt in den dortigen Eimer im Boden, damit er nicht auf dem Weg überfahren wird. Bis Anfang/Mitte April (je nach Witterung) wird der Zaun täglich kontrolliert und Amphibien, die in den Eimer gefallen sind, oder zu lange am Zaun umherstreifen, aufgesammelt und über die Straße getragen. Dies erfordert neben dem hohen Zeitaufwand auch eine dem Wetter und Straßenverkehr angepaßte Kleindung.

Wald und Waldlehrpfad

Eine Beschreibung unseres Waldlehrpfades und seiner Stationen, an denen man dann Informationen zu der jeweiligen Tafel bekommt, findet sich auf den Seiten der Kreisgruppe Dachau

 

 

Der Lehrpfad wird über das Projekt "Klingende Landkarte" auf sehr schöner Weise hörbar gemacht.

Blühwiesen und Wegraine

Einen bunten Wiesenstrauß für Omas Geburtstag, Muttertag oder einen schön gedeckten Tisch pflücken zu können ist Vergangenheit. Was für die Großeltern noch selbstverständlich war, gibt es für die heutigen Kinder kaum noch.

 

Die Rückkehr von Lichtnelke, Margerite, Flockenblume oder Wiesensalbei in unseren Wiesen ist schon seit Jahren ein Anliegen des Bund Naturschutz Petershausen. Inzwischen zeigen sich die Ergebnisse der jahrelangen Bemühungen auf Wiesen, die der Bund Naturschutz in Zusammenarbeit mit Landwirten zur Pflege übernommen hat. Vor allem die stetige Pflege von BN-Vorstand Rainer Mühe und sein Wissen über die standortgerechte Aussaat haben zum Beispiel eine Wiese am Wendelstein von Einheitsgrün in einen bunten Fleckerlteppich verwandelt.

 

Durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist uns bewusst geworden, es geht nicht nur um die Schönheit einer blühenden Wiese sondern auch um die Notwendigkeit für das Überleben der Insekten. Dank des Einsatzes von Mitgliedern des BN Peterhausen können wir stolz auf die Biotope sein, die durch die Flurbereinigung entstanden sind und sich inzwischen gut entwickelt haben.

 

Im letzten Jahr sind durch private Initiativen mit Unterstützung des Bund Naturschutz und der Gemeinde innerorts Bienenweiden unter dem Motto „Petershausen blüht und summt“ dazugekommen wie am Bahnhof und in der Frühlingstraße. In vielen Gärten sind ebenso immer mehr blühende Wiesenblumen und Stauden zu sehen. Liebhaber der Wildbienen haben oft gleich ein passendes „Insektenhotel“ aufgestellt. Unter dem Motto „Bayern blüht auf“ wirbt der Bayerische Bauernverband für Blühstreifen entlang der Felder. Einige einheimische Bauern sind bereits dem Aufruf gefolgt und bewirtschaften den Ackerrand als Blühstreifen.

 

Beteiligen auch Sie sich mit Blumen, Stauden oder auch mit ihrer tatkräftigen Unterstützung an einer blühenden Landschaft in und um Petershausen. 

Tipp mit Kindern:

Setzt euch vor eine hoch stehende Wiese und schaut einfach auf den Boden, die Blätter, Blüten und Halme und betrachtet dabei die ganze Vielfalt an krabbelndem, fliegendem, kriechendem oder sitzendem Leben vor euch. In Augenhöhe erschließt sich diese kleine Welt am eindrucksvollsten.

 

Gräben

 

Wasserführende Gräben mit ihren Ufer- und Randzonen bieten der heimischen Flora und Fauna, die auf feuchte Standorte angewiesen ist, wertvollen Lebensraum. Sie stellen in unserer intensiv genutzten Landschaft häufig die letzten Rückzugsgebiete und Ersatzlebensräume sowie wichtige Verbindungsstrukturen für die Ausbreitung einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt dar. Nach den wasserrechtlichen Vorschriften ist bei der Unterhaltung von Gewässern auch den Belangen des Naturschutzes Rechnung zu tragen. Hierzu gehört auch der Erhalt des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen.

Ein arbeitswirtschaftlicher Mehraufwand für eine besonders behutsame Räumungsmaßnahme (z.B. Handräumung aus Gründen des Artenschutzes) kann aus Mitteln des Naturschutzes bezuschusst werden.
Weitere Informationen auf den Seiten der Unteren Naturschutzbehörde des LRA Dachau.